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Herbst 2026 im Solling: Was gerade bei den Niedersächsischen Landesforsten passiert

3 Min. Lesezeit

Seit März 2025 können eure Bewertungen auch in Deutschland Bäume pflanzen: mit den Niedersächsischen Landesforsten im Solling, bei Nienover. Die Landesforsten bewirtschaften den Wald, der dem Land Niedersachsen gehört, und berichten fast täglich, was darin passiert. Wir haben zusammengetragen, was für euch interessant ist.

Buntspecht im verschneiten Wald. Foto: Niedersächsische Landesforsten

Die Pflanzsaison beginnt jetzt

In den Landesforsten wird vor allem zwischen Oktober und Mitte April gepflanzt, also in den kühlen, feuchten Monaten. Die Saison läuft gerade an: Am 3. Oktober haben zum Beispiel über 100 Familien zusammen mit den Landesforsten und der Stiftung Zukunft Wald im Harz rund 2.500 Douglasien und Buchen auf 1,2 Hektar gepflanzt (Instagram, 06.10.2026).

Wie viel da zusammenkommt, zeigt der Geschäftsbericht 2025: Im Frühjahr und Herbst 2025 haben die Landesforsten rund 5,47 Millionen Setzlinge gepflanzt. Ziel war vor allem, die Kahlflächen wieder aufzuforsten, die Sturm, Dürre und Borkenkäfer hinterlassen haben.

Gepflanzt wird gemischt. In der Saison 2024/25 war jeder vierte Setzling eine Buche, dazu kamen heimische Eichen, Lärchen, Weißtannen, Douglasien und Bergahorn, plus rund 500.000 Sträucher und Nebenbaumarten für die Waldränder.

Der Borkenkäfer ist auf dem Rückzug

Wer in den letzten Jahren durch den Solling oder den Harz gefahren ist, hat die kahlen Hänge gesehen. Fichten haben unter den trockenen Sommern und den Stürmen ab 2019 besonders gelitten, und der Borkenkäfer hatte leichtes Spiel.

Inzwischen sieht es deutlich besser aus. Der NDR hat im Mai einen Revierförster im Solling begleitet und Zahlen der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt zitiert: 2019 gab es in Niedersachsen rund 37.000 Meldungen über Borkenkäferschäden, 2025 nur noch rund 4.000. Gründe sind feuchtere Sommer, weniger Stürme und die Arbeit der Forstleute. Der Förster setzt in seinem Revier deshalb auf mehrere Baumarten wie Eiche, Weißtanne und Douglasie, damit nicht wieder ein ganzer Bestand auf einmal verloren geht, sondern einzelne Arten überleben können.

Im Solling: Wildnis, Wasser und eine Studie über zehn Jahre

Im Solling liegt auch das 1.000 Hektar große Wildnisgebiet der Landesforsten, in dem der Wald sich seit 2021 weitgehend selbst überlassen wird. Dort ist gerade einiges los:

  • Eine Langzeitstudie hat begonnen. Seit September untersuchen die Landesforsten zusammen mit der HAWK Göttingen, wie Rehe und Rotwild das Nachwachsen junger Bäume beeinflussen. Dafür gibt es 40 Flächenpaare: jeweils eine eingezäunte und eine offene Fläche nebeneinander. Wiederholt wird die Aufnahme 2029, 2032 und 2035.
  • Ein Moor bekommt sein Wasser zurück. Im Limker Bruch entfernen die Landesforsten Fichten mit einer bodenschonenden Seilkrananlage, damit sich der natürliche Wasserhaushalt wieder einstellt. Die Arbeiten sollen bis Februar 2027 dauern (NDR, 22.09.2026).

Das Wildnisgebiet ist nicht die Fläche, auf der über ReviewForest gepflanzt wird. Es zeigt aber gut, wie sich der Solling gerade verändert: weg von der reinen Fichte, hin zu gemischtem Wald und mehr Wasser in der Landschaft.

Was das für euren Bewertungswald heißt

Über ReviewForest finanziert ihr Pflanzungen der Landesforsten bei Nienover im Solling, das Revier gehört zum Forstamt Neuhaus. Gepflanzt wird in der Pflanzsaison im Herbst und Frühjahr, nicht an dem Tag, an dem eine Bewertung bei euch eingeht. Ein Foto von jedem einzelnen Baum gibt es nicht, die Landesforsten dokumentieren Flächen und Saisons. Mehr zum Projekt und die Karte findet ihr auf unserer Partnerseite zu den Niedersächsischen Landesforsten.

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