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Uganda im Herbst 2026: Was es Neues von Trees for the Future gibt

3 Min. Lesezeit

Seit Februar 2026 ist Trees for the Future (TREES) unser Pflanzpartner in Uganda. Damals haben wir erklärt, wie das Modell funktioniert. Jetzt, acht Monate später, wollen wir zeigen, was dort tatsächlich passiert. Alles hier stammt aus Berichten, die TREES selbst veröffentlicht hat.

Eine Bäuerin erntet Früchte in ihrem Waldgarten. Foto: Trees for the Future

Kurz zur Erinnerung: wie TREES arbeitet

TREES pflanzt nicht auf eigenen Großflächen, sondern mit Kleinbauernfamilien auf deren Land. Jede Familie durchläuft ein vierjähriges Programm und baut dabei einen sogenannten Waldgarten auf: schnell wachsende Bäume, die den Boden verbessern, dazu Obst- und Nussbäume, Holzbäume und Gemüse dazwischen. In Uganda arbeitet TREES im Osten des Landes, im Einzugsgebiet des Viktoriasees, etwa in Bududa am Mount Elgon und in der Region Busoga.

Grace und ihr Waldgarten in Bududa

Im Juni hat TREES die Geschichte von Grace Faith Wambi erzählt. Sie war 20 Jahre Lehrerin, hat fünf Kinder und ist seit 2020 im Programm. Heute leitet sie in Bududa, am Fuß des Mount Elgon, eine Gruppe mit 22 weiteren Bauern. Auf ihrem Hof wachsen zwischen den Bäumen Tomaten, Zwiebeln, Bohnen, Hibiskus und Kochbananen. Und sie ist Kassenwartin der örtlichen Spar- und Kreditgruppe, aus der sich die Mitglieder gegenseitig Geld leihen.

Ihr Fazit fällt ziemlich klar aus. Grace sagt, das Programm habe “a lot of food to my household” gebracht.

Uns gefällt an dieser Geschichte, dass sie zeigt, warum die Bäume dort gepflegt werden: Sie gehören zu einem Hof, von dem eine Familie lebt.

Eine Artenerfassung mit der Makerere University

Im Februar hat TREES die Ergebnisse einer Biodiversitätsstudie in den Regionen Busoga und Buganda veröffentlicht. Zusammen mit Dr. Samuel Ojele von der Makerere University in Kampala hat das Team Probeflächen angelegt und Pflanzen und Tiere erfasst, auch bei Begehungen in der Nacht.

Gefunden haben sie unter anderem den Grauhals-Kronenkranich, Ugandas gefährdeten Nationalvogel, außerdem Schreiseeadler, Felsenpython, Grüne Meerkatze, einen Waldfrosch und einen Schmetterling namens Anderson’s Grass Yellow. Wozu das Ganze? Die Studie legt fest, was heute in der Landschaft lebt. Nur mit so einer Ausgangslage lässt sich in ein paar Jahren sagen, ob sich etwas verbessert hat. Ein ausführlicher Bericht soll noch folgen.

Die Zahlen

TREES veröffentlicht einmal im Jahr einen Wirkungsbericht. Für Uganda gibt es eine eigene Aufschlüsselung im Bericht für 2024: 12.976.620 gepflanzte Bäume, 5.718 Waldgärten und 44.005 Menschen, die davon erreicht wurden. Der Bericht 2025 nennt nur Zahlen für die ganze Organisation: Von Juli 2024 bis Juni 2025 wurden 49.940.320 Bäume gepflanzt und 4.056 neue Bauernfamilien aufgenommen, eine eigene Zahl für Uganda fehlt dort.

Neuer Fokus auf Ostafrika

Im selben Bericht schreibt TREES-Chef Tim McLellan, dass die Organisation beschlossen hat, ihre Projekte in Westafrika bis Ende 2025 zu schließen. TREES konzentriert sich jetzt auf Kenia, Tansania und Uganda. Im September hat TREES seine neue Strategie “Roots to Rise” veröffentlicht.

Was das für euren Bewertungswald heißt

Über ReviewForest finanziert ihr Bäume in diesem Programm. TREES berichtet seine Zahlen pro Land und Jahr, ein Foto von jedem einzelnen Baum gibt es nicht. Gepflanzt wird im Rhythmus des Programms vor Ort, nicht an dem Tag, an dem eine Bewertung bei euch eingeht. Mehr zum Projekt findet ihr auf unserer Partnerseite zu Trees for the Future.

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